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Deckelung der Heizkosten für Hartz IV-Empfänger trifft die Falschen

Das Vorhaben der Stadt Essen, die Heizkosten für Leistungsbezieherinnen und Leistungsbezieherzu deckeln, ist zynisch und lebensfremd. Getroffen werden damit diejenigen, die zumeist in schlecht gedämmten und isolierten Wohnungen leben müssen, weil die Auflagen des Wohngeldes für eine „Angemessene Unterkunft“ sie dazu zwingen. Mit einer energetischen Sanierung und der verbundenen Mietsteigerung würden diese Wohnungen für sie unerschwinglich – ein Teufelskreis.

Diese Art der schleichenden Energiewende auf Kosten der Schwächsten sei ein völlig falsches Signal, so Altenkamp weiter. „Weit sinnvoller wäre ein ähnliches Modell wie der ,Bielefelder Klimabonus‘. Dort werden bei nachweislich gesunkenem Energieverbrauch durch Sanierung höhere Kosten für das Wohngeld übernommen. So verhindert man gleichzeitig Zwangsumzüge und bekämpft den Sanierungsstau an tausenden Immobilen.